Richard Laymon - Die Familie

Erster Satz

Darcy Raines, die mit dem Rücken zur Gruppe am Bug stand, packte eine aus der Höhlenwand herausragende Felszacke und hielt das Boot an.

Inhalt

Über einem Höhlenlabyrinth liegt das Mordock Cave Hotel, bei Touristen sehr beliebt. Ein Familienbetrieb, geführt von Vater und Sohn Mordock. Beide legen Wert auf ihre Traditionen: Zimmer 115 ist stets für die attraktiveren Gäste reserviert. Nach einem Stromausfall wird die Mordock-Höhle für eine Touristengruppe zur Falle. Es ist dunkel. Es gibt keinen Ausweg. Und bald merken die Eingesperrten, dass in der Finsternis jemand lauert. Die Mordocks - und noch etwas anderes. Etwas, das Blut riecht. Etwas, dass Fleisch will...

Meinung

Ich habe vor diesem schon drei weitere Laymon Bücher gelesen (Der Pfahl, Das Spiel und Finster) und ich muss sagen Die Familie hat mich leider am meisten enttäuscht.
Ich habe auf einen typischen Laymon gehofft, der mich eher mit subtilen Horror begeistert. Was ich bekommen habe war leider viel gesplatter, was ich bisher so nicht von ihm kannte. Auch das Spiel ist im Heyne Hardcore Verlag erschienen, so habe ich auch ehrlich nicht damit gerechnet das dieses Buch so.. widerlich sein wird. Bei Laymons Romanen muss man immer mit viel Sex und etwas verdrehten Fantasien rechnen, so auch hier. Nach drei Büchern bin ich wohl dran gewöhnt, sollte man meinen. Hier war die Blödheit nur wirklich nicht zu überbieten. Keine Frau, die in einer nassen, kalten Höhle eingesperrt ist denkt pausenlos an Sex. Und schon gar nicht mit einem wildfremden, den man gerade erst in dieser Katastrophe kennengelernt hat. Nicht nur eine Frau handelt so, sondern gleich drei. Mich hat es in den anderen drei Büchern nicht so arg gestört wie hier, denn egal wie die Protagonisten handelten, sie hatten einen sexuellen Hintergedanken.
Dann, wie schon oben angesprochen, wollte ich nicht so ein Gemetzel, dass mal jemand getötet wird damit muss ich rechnen, aber das war Abschlachten. Man wartete nur darauf wann der nächste dran glauben muss. Ich muss sagen ich bin nicht zimperlich, sonst würde ich so etwas nicht freiwillig lesen wollen, aber teilweise waren die Ideen, welche im Buch zu Tatsachen wurden, so abstoßend und ekelhaft, dass ich nicht noch einmal drüber nachdenken möchte.

Fazit

Leider ein mehr als enttäuschender Laymon für mich. Dennoch gebe ich die Hoffnung (und den Autoren) noch nicht auf, da mir Das Spiel und Finster besonders gut gefallen haben. 

Über den Autor

Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horrorkultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.
(Quelle: Verlagsseite Random House)



Weitere Bücher

1 Kommentar:

  1. Oh je das nimmt mit gerade echt den Mut... Habe letzte Woche "Die Insel" gelesen. Mein erster Laymon. Und mir ging dieses sexistische Denken des Protagonisten einfach auf die Nerven. Ich dachte echt, es wäre nur ein "Ausrutscher". Aber anscheinend ist das so die Art des Autors?
    Ich habe noch "Der Ripper" hier liegen,,,mal gucken ob der mich überzeugen kann...

    LG
    Anika

    AntwortenLöschen