Gayle Forman - Just one day



Erster Satz

He looks at me, and I feel a ripple of something flutter through me.

Meinung



Okay, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben ist auf der einen Seite einfach, weil ich eine Menge zu sagen habe. Auf der anderen Seite jedoch auch schwierig. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn sehr vielen hat dieses Buch unglaublich gut gefallen und ich denke es gibt noch viele, die es auch gerne lesen möchten.

Um meine Meinung verfassen zu können, muss ich doch erst einmal den Inhalt des Anfangs etwas wiedergeben.

Es geht um Allyson Healey, die gerade die High School abgeschlossen hat und mit einer Gruppe Jugendlicher, eine geführte, Reise durch Europa macht.

Es geht für den Leser los in London, für Allyson ist es die vermeintlich letzte Stadt. Zu Begin wird einem schon klar, Allyson nörgelt. Und das gerne und vor allem an ihrem Trip durch Europa und auch ihre Freundin Mel(anie) ist nicht vor ihrer schlechten Laune geschützt.

Ich warf auf Seite 46, wo ich mich das erste Mal so richtig aufregen musste. Allyson ist die undankbarste Göre, die mir je in einem Buch untergekommen ist. Sie darf eine UNGLAUBLICHE Reise durch Europa machen, bezahlt von ihren Eltern! Aber sie hasst alles. Auf Seite 47 gab es dann einen Satz, der mich so richtig auf die Palme brachte und Allyson sank in meinem Ansehen, dass sowieso schon sehr niedrig war, bis absoluten Nullpunkt: " I should add that there wasn't much competition, seeing as I didn't actually enjoy Most of the places on the tour.".

Okay, einmal tief durchatmen. Sie durfte London, Budapest, Rom, Prag, Wien, Berlin... sehen. Und dort gab es keine Stadt, die ihr gefallen hat? KEINE? Ja, ich kann verstehen, es gibt Städte die sagen einem nicht zu. Aber ALLE?! Das schlimmste daran ist ja, dass wir alle wissen woraus es hinausläuft, dass sie einen Tag in Paris verbringt. Und ÜBERRASCHUNG: Paris ist DIE Stadt! Und NUR DA wollte sie jemals hin. Ja, ich kann auch das verstehen Paris hat eine unglaubliche Magie, aber so wie das in dem Buch dargestellt wurde, kann ich mich nur aufregen.

Zu diesem Zeitpunkt war ich kurz davor das Buch abzubrechen. Weiß Gott wieso, habe ich es nicht getan. Überraschenderweise wurde es nicht besser.

Das Problem mit Allyson blieb, sie ist der nervigste Protagonist des Jahrhunderts. Auf Seite 204 habe ich die Aussage: "CONGRATS, ALLYSON! YOU JUST WON THE AWARD FOR THE MOST ANNOYING CHARACTER. YOU HAVE BEATEN ISABELLA SWAN! That's Great! and really not that easy!" gemacht. Und das meine ich ehrlich so! Ich mochte den Aspekt im Buch, in dem es um Selbstfindung und die Fragen: Wer bin ich? Wodurch zeichne ich mich aus? WAS macht mich aus? Aber Allyson hat es durch ihre nervige, weinerliche, ätzende Art so kaputt gemacht!

Erst 100 Seiten vor Schluss kam sie dann mal auf Idee etwas dagegen zu tun, wieso sie so leidet. In der Zeit ist aber schon ein ganzes Jahr verstrichen, in dem sie nur rumsaß, heulte und alle Menschen in ihrer Umgebung hasste und ignorierte.

Zuletzt gab es noch den Punkt von falschen, oder ungenauen Aussagen die in dem Buch getroffen wurden. Ich möchte es gar nicht als Fehler bezeichnen, aber sowas stößt mir sauer auf. Ich habe jetzt ein Beispiel rausgesucht auf Seite 100: "I keep forgetting that in Europe, there are hardly any Jewish People". Allyson ist Jüdin, und wird auch nicht müde dies zu betonen. Doch dieser "Fakt" den sie da in die Welt rausposaunt, mag vielleicht für Amerikaner zutreffen "hardly any", jedoch leben in Europa 1,2 Millionen Juden.. Naja, hardly any ist das für mich nicht.

Zudem wollte ich noch erwähnen, dass es in dem Buch sehr um Shakespeare ging, was mir ehrlich gefiel, da ich so meine Probleme mit ihm habe. Und ich denke, dass die Autorin das sehr gut angegangen ist, Shakespeare greifbarer zu machen.

Letztendlich gibt es noch eine handvoll anderer Dinge, die mir sauer aufgestoßen sind. Die ich aber nicht näher erläutern möchte, da ich größere Spoiler vermeiden möchte.

Fazit

Zusammengefasst kann man sich wohl vorstellen, wie mein Fazit ausfallen wird. Für jeden der keine Wiederholung von Isabella Swan möchte, lasst die Finger davon! Wer sich erhofft eine spannende und romantische Atmosphäre geliefert zu bekommen, da es ja schließlich in Paris spielt, lasst auch die Finger davon! Und vor allem, wenn ihr gerne reist, so wie ich, und dankbar dafür seid, was ihr von der Welt sehen dürft, lasst auf jeden Fall die Finger davon! :D

Über die Autorin

Gayle Forman arbeitete als Journalistin u.a. für Cosmopolitan, Seventeen, The Nation und Elle. Ihr erstes Buch schrieb sie über ihre einjährige Weltreise mit ihrem Mann Nick, dem inzwischen weitere preisgekrönte Bücher gefolgt sind. Sie lebt mit ihrer Familie in New York. 
(Quelle: Verlagsseite Random House)


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