[3 in 1 Rezi] Blick in die Angst, Tote lügen nicht, Totenblick




Heute gibt es mal ein neues Format auf dem Blog. Da ich finde, dass meine Rezensionen meist nicht sehr hilfreich sind, schreibe ich nicht allzu häufig welche. 
Mit den 3 in 1 Rezis möchte ich versuchen mehr Übung zubekommen.



Erster Satz
Als ich Heather Simeon zum ersten Mal sah, lag sie zu einer Kugel zusammengerollt im Kriseninterventionsraum des Krankenhauses.

Inhalt
Als die Psychotherapeutin Nadine eine junge Patientin behandelt, die aus einer Sekte geflüchtet ist, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen: Sie hat als Kind selbst in der »Fluss des Lebens«-Community gelebt. Was ist damals Furchtbares passiert? Und was hat die Sekte mit ihrer eigenen Tochter vor? Zu spät erkennt Nadine, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt

Meinung
Blick in die Angst von Chevy Stevens ist, für mich, ein sehr gutes Beispiel für einen mitreißenden und informativen Thriller. Vielen hat dieses Buch nicht so zugesagt, weil es mehr an einen Roman erinnert, als an einen Thriller, da Gewalt, Blut und Morde nicht im Vordergrund stehen. Dafür erhält man hier einen guten Einblick, in die Sturkturen von spirituellen Sekten der 60er Jahre, die aber bis heute noch akut und aktuell sind. Gerade dieser Aspekt hat mich immer weiterlesen lassen und das Buch nicht zur Seite legen lassen. Außerdem gibt es hier keine Ermittler, sondern man erlebt alles aus der Sicht einer Psychologin. Ein weiteres Detail, welches Blick in die Angst von anderen Büchern hervorhebt.


Erster Satz
Ich dachte nicht mehr an den Mann der sich in die Luft gesprengt hatte.

Inhalt
Tempe Brennan hat einen Knochenjob. Als forensische Anthropologin am gerichtsmedizinischen Institut von Montreal landen täglich die unterschiedlichsten Leichen auf ihren Labortisch. Als aber die dreiundzwanzigjährige Isabelle Gagnon mißbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, drängen sich Tempe alte, grauenvolle Bilder auf. Sie beginnt zu recherchieren, was sie auf die Spur eines psychopathischen Serienkillers bringt.

Meinung
Auf Tote Lügen nicht von Kathy Reichs habe ich mich schon sehr gefreut, da es mal wieder ein Medizin/Anthropologie Thriller ist. Ich muss sagen, es hat mich nicht enttäuscht. Vor allem der Plot konnte mich definitiv überzeugen. Auch hier erlebt man das Geschehen nicht aus der Sicht eines Ermittlers, sondern aus Temperance Brennan's Perspektive, sie ist Anthropologin und Expertin für Knochenfunde. So war auch dieser Thriller vor allem eines - informativ. Gerade das gefällt mir, wenn ich das Gefühl habe ich habe etwas gelernt, am Ende des Buches.
Mit fortlaufen der Geschichte entwickelt sich Tempe mehr zu einem inoffiziellen Mitglied der ermittelnden Polizei, was mich jedoch nicht weiter gestört hat.
Für mich war das einzige Manko, dass Tempe zeitweise sehr nervig werden kann, da sie sehr stur und eigensinnig ist. Sie ist eine der Protagonisten, die nicht darauf achten, ob sie in Gefahr sind oder nicht. Zudem gab es oft viele Längen, in denen etwas beschrieben wurde, was letztendlich keinerlei Bedeutung hatte.
Alles in allem, war aber gerade der Fall, mit Tempes Untersuchungen der Knochen, sehr spannend und hat einen mehr losgelassen. Ich denke in der Reihe gibt es noch sehr viel Potential nach Oben.

Erster Satz
Armin Wolke kam über die kopfsteingepflasterte Ausfahrt des Werk II gestoplert.

Inhalt
"Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten.

Meinung
Totenblick war für mich leider eine Enttäuschung. Gerade hier habe ich schockierende und blutige Szenen erwartet, aber nicht bekommen. Die Idee, der Optographie und Nachbildungen von Gemälden, die den Tod darstellen, war sehr gut. Nur an der Umsetzung hat es gehapert. Mein Hauptproblem mit diesem Buch, waren die ständigen Perspektivwechsel. Und es kamen immer wieder Neue hinzu. Man kennt das, am Anfang wechselt jedes Kapitel die Perspektive - irgendwann kennt man alle. Meist 2-3. Jedoch waren es hier massig. Mörder, Opfer, Ermitler, privater Ermittler, Väter, Darsteller, Bestatter etc. etc. Dem nicht genug, konnte ich leider zu KEINEM der Protagonisten eine Beziehung entwickeln. Sie waren mir alle egal. 
Das nächste Problem waren die unnötigen Tode. Das Buch war irgendwann an einem Punkt angekommen, an denen jeder weiterer Tod egal und überflüssig war. Ach noch jemand gestorben? Ok.
Das kann ja nicht sein, gerade wenn es Charaktere sind, denen ma über 2-3 Kapitel folgen durfte.
Dann hat mir das Ende leider nicht gefallen, da ich es schlichtweg nicht verstanden habe. Der Bestatter ist kein Fremder, für regelmäßige Markus Heitz Leser - der ich nicht bin. 
Zudem fehlte mir an einem Punkt eine richtige Auflösung, zu einem bestimmten Charakter. Man bekam das ganze Buch immer wieder Bröckchen hingeworfen, die Ares Löwensteins Vergangehiet betrifft. Eine zufriedenstellende Antwort auf all die Fragen hat man aber nie bekommen.
Und zuletzt möchte ich noch über den zuständigen Ermittler Peter Rhode sprechen. Ein Ermittler mit ADHS, der sich keine Namen merken kann. Nee, das war nervig! Und besonders zur Geschichte hat es auch nicht beigetragen.
Dies war leider ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte, um mich begeistern zu können.



 

Kommentare:

  1. Liebe Ella,
    was für eine tolle Idee! Mit "Blick in die Angst" hast du mich richtig neugierig gemacht! Danke!
    "Totenblick" habe ich abgebrochen, weil auch mir zuuuu viele Tote durch die Seiten huschten.
    Behalte diese Rubrik bei - ich schau gern wieder vorbei!
    Liebe Blubbergrüße
    Anka

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    1. Oh, Danke Anka! :)
      Das freut mich jetzt wirklich riesig.
      Es hat mir auch großen Spaß gemacht diese Rezis zu schreiben. Ich hoffe dich kann Blick in die Angst auch so überzeugen wie mich.
      Liebe Grüße,
      Ella

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  2. Huhu das ist ja eine tolle Idee und ich bin jetzt auch ganz neugierig auf "Blick in die Angst" :) und allgemein, wudnervoll ist es hier bei dir :) glg Franzi

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    1. Ach DANKE :D Da freu ich mir sehr.
      Schön, dass ihr diese Idee so positiv aufnehmt. Dann schaue ich mal, wann sich wieder drei Bücher finden, die sich dafür eignen. :)
      Liebe Grüße!

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