Emil Ostrovski - Wo ein bisschen Zeit ist...


Erster Satz

Selbst an den Tagen, an denen du nicht gerade erst einen Anruf deiner Exfreundin erhalten hast, bei dem sie sagt, dass sie jeden Moment in einem miesen Krankenhaus, das nach dem Schutzpatron des Alkohols benannt ist, dein Kind zur Welt bringt, und ach, übrigens, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, ist es eine wahrhafte Odyssee, zum stets überfüllten Schülerparkplatz der John Bapst zu gelangen.

Inhalt

Drei Teenager und ein Baby: Auf der Flucht vor der Polizei und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ein Roadmovie-Roman.

Der 18-jährige Jack Polovsky entführt seinen neugeborenen und zur Adoption freigegebenen Sohn, um ihn seiner Großmutter zu zeigen.
Und so gerät alles aus den Fugen.
Jack kauft ein Auto, holt seinen besten Freund Tommy und später auch die Mutter des Kindes dazu, und gemeinsam sind sie zwei Tage lang auf der Flucht vor der Polizei,
Jack bespricht dabei schon mal die ganz großen Themen des Lebens mit seinem Sohn.
Der heißt nämlich Sokrates - zumindest für Jack.
Am Ende wird alles gut: Jack bekommt Besuchsrecht, das Baby Sokrates bekommt einen richtigen Namen und sie finden (fast) den Sinn des Lebens.

Meinung

Ich glaube alleine hätte ich mir das Buch niemals gekauft. Da ich es aber bei derTaskchallenge gewonnen hatte und es dann schon mal in meinen Händen war, dachte ich mir, wenig Seiten, große Schrift, viel Rand, lies es doch mal zwischendurch schnell weg.
Dieser Plan ging nicht ganz auf, da es wirklich sehr philosophisch ist, wie ich finde, womit ich natürlich nur bedingt gerechnet habe. Außerdem war meine Motivation auch weg, als ich den Klappentext gelesen habe und der nun mal schon bisschen das Ende spoilert, aber naja, man kanns ja trotzdem lesen.
Die Geschichte fand ich wirklich toll. Ein Junge entführt sein Baby, fährt zu seiner (dementen) Großmutter, um ihr das Baby zu zeigen.
Es war teilweise auch wirklich witzig und man hat durch diesen Roadtrip viele Menschen mit verschiedensten Geschichten kennengelernt. Apropos Roadtrip, wer mich kennt, weiß das sie mir meistens nicht gefallen. Aber in dem Buch fand ich es gar nicht mal so schlecht, weil mir einfach die Rahmenhandlung sehr gefallen hat.
Nun aber zum Knackpunkt, warum mir das Buch doch nicht so gut, wie erwartet. gefallen hat. Wie ihr weiter unten über den Autoren lesen könnt, hat dieser Philosophie studiert und das merkt man total. Jack spricht oft mit dem Baby Sokrates über den Sinn des Lebens und andere philosophische Themen. Da ich schon im Ethikunterricht der Oberstufe meist beim Philosophieren abgeschaltet habe, da ich teilweise das Gesagte beziehungsweise die Gedanken einfach nicht verstehe und mich demnach auch nicht unbedingt darauf einlasse, habe ich einen Großteil der Geschichte überflogen und somit nur das gelesen, was mich interessiert hat.

Fazit

Nicht unbedingt leichte Lektüre für Zwischendurch. Ich habe vieles einfach nicht verstanden, kann aber auch daran liegen, dass ich mit einer anderen Einstellung an das Buch herangegangen bin und nicht unbedingt "nachdenken" wollte. Dafür aber bestimmt etwas für diejenigen, die auch gerne mal in die Richtung Philosophie lesen.

Über den Autor

Emil Ostrovski ist 23, er emigrierte mit seiner Familie aus Russland in die USA, als er zwei Jahre alt war. Er mag Macarons, hat Philosophie studiert und verbringt mehr als ein bisschen Zeit auf langen Spaziergängen, beim Lesen von Kant und bei seinem Creative-Writing-Studium. Dies ist sein erster Roman.
(Quelle: Verlagsseite Fischerverlage)

Kommentare:

  1. Ging mir ähnlich. Ich habe die Philo-Teile... sagen wir mal so.... quergelesen xD

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    1. da bist du besser als ich... ich hab sie ÜBERlesen :D

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