Sophia Bennett - #rausmitderdicken

Erster Satz

Es ist seltsam, wie fünfzehn Minuten dein Leben verändern können.

Inhalt

OMG! Sasha und Rose, weltbeste Freundinnen, kommen ins Fernsehen! Mit ihrem Song stehen sie kurz davor ins Finale von Killer Act katapultiert zu werden. Schon jetzt ist ihre vierköpfige Girlband DAS Gesprächsthema auf Twitter. Eine einmalige Chance, denn Millionen von Zuschauern verfolgen die Show. Doch die Mädchen können nur zu dritt gewinnen – eine muss raus. Also trifft Sasha eine Entscheidung. Und löst damit eine Hetzjagd im Netz aus, die vollkommen außer Kontrolle gerät. Wird Rose ihr das jemals verzeihen?

Meinung

Es war für mich das erste Buch, welches Mobbing thematisiert. Da ich jahrelang selbst ein Opfer von Hänseleien war, habe ich diese Bücher bisher immer vermieden, da ich dachte, dass es für mich zu belastend sein wird.
Allerdings konnte mich dieses Buch zum Lesen animieren, weil es um Social Media, einem Wettbewerb und auch Musik geht und das Themen sind, die mich total ansprechen.
Das Buch veranschaulicht wirklich gut, wie manipulativ die modernen Medien sind. Erst werden die Mädchen beim Casting unter Druck gesetzt, dann sprechen sie miteinander und am Ende wurde nur gesendet, was für Aufsehen sorgt, wie Sasha eine schwierige Entscheidung trifft und ihre etwas dickere Freundin aus der Band wirft. Dies wird so zurecht geschnitten, dass Sasha und ihre Freundinnen schlecht dabei aussehen und der Hintergrund, wie es zu der Entscheidung überhaupt kam, gelang nie in die Medien.
Natürlich löste dies einen riesen Shitstorm in den sozialen Netzwerken aus.
Das wäre als würde Dieter Bohlen beim Supertalent darauf bestehen, dass die etwas dickere Sängerin bei einer Mädchengruppe nicht weiterkommen soll, obwohl sie die beste Sängerin ist, es im Hintergrund ein langes Gespräch geben würde und nur gesendet würde, wie sich das eine Mädchen gegen seine Freundin entscheidet. Ich möchte nicht wissen, was das Mädchen (in dem Fall Sasha) bei Facebook und Twitter ertragen müsste.
Außerdem zeigt das Buch auch, wie unsicher eigentlich die sozialen Netzwerke sind. Wieso verrate ich aber noch nicht, da ich sonst spoilern würde.
Natürlich gibt es wie in fast jedem Jugendbuch eine Liebesgeschichte. Diese ist total toll, wie ich finde. Allerdings meiner Meinung nach auch vorhersehbar und nicht wirklich überraschend am Ende, auch wenn nicht alles ganz nach Plan läuft im Laufe des Buches.
Der Schreibstil hat mir auch wirklich gut gefallen. Es war spannend und ich habe wirklich mitgefiebert, was aus Sasha und ihren Freunden passiert, ob sie in dem Wettbewerb gewinnen, ob sich der Shitstorm rund um den Hashtag #rausmitderdicken wieder legt. Daher auch den Buchtitel, den ich am Anfang total komisch fand, aber so ergibt er natürlich Sinn.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Sasha geschrieben, was ich wirklich gut finde, da sich im Buch das meiste um sie und Rose dreht. Allerdings hätte mich Rose Perspektive auch interessiert, aber das wäre glaube ich nur halb so spannend.

Fazit

Das Buch wird von der New York Times als "Sophia Bennetts bestes Buch." angepriesen. Dies war mein erstes Buch von ihr und ich fand es wirklich toll und für mich persönlich auch sehr emotional. Kann es nur jedem empfehlen.

Über die Autorin

Sophia Bennett, geboren 1966, gewann mit ihrem Debüt "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2009. Schon mit 20 Jahren wollte sie Schriftstellerin werden, studierte aber zunächst Sprachen. Ihre großen Leidenschaften sind Kunst und Design, ihre vier Kinder, Modezeitschriften, Cappuccino, ihr Mann und ihr Beruf (vielleicht nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in London.
(Quelle: Verlagsseite Carlsen)

Weitere Bücher der Autorin





 


Kommentare:

  1. Das klingt nach ner guten Geschichte die ja irgendwie auch sehr real scheint. Mobbing und Hänseleien sind ja gerade durch die ganzen Social Media Plattformen so schlimm wie nie zuvor. Ich wurde früher schon gehänselt in der Schule und das war schon ohne Facebook und Co schlimm manchmal. Heute ist sowas sicher noch krasser :-/

    LG
    Ani

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    1. Manchmal habe ich überlegt, ob es nicht doch zu übertrieben ist, aber mein Resultat war nein, denn heute ist fast alles möglich.
      Ich bin "froh", dass ich nur im Reallife gemobbt wurde... mag gar nicht wissen, was auf den sozialen Netzwerken passiert wäre :O

      Liebe Grüße
      Mandy

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