Uticha Marmon - Marienkäfertage


Erster Satz

Ein Elefant stand vor einem Spiegel.

 Inhalt

Liebe Lykke, 
dieser Brief ist für Dich. Ich sollte vielleicht
besser Elin sagen, damit Du auch weißt,
dass ich Dich meine, aber so hat Deine Mutter
Dich nicht genannt.

Ein kurzer Brief, ein paar unscheinbare Worte - mehr braucht es nicht, um Elins Welt auf den Kopf zu stellen. Alles, was sie zu wissen glaubte, hat plötzlich keine Bedeutung mehr. In ihrem Ferienhaus, umgeben von Licht und den Düften ihrer Kindheit, hofft sie, die Wahrheit hinter ihren Erinnerungen zu finden.

Meinung

Ich hatte vor Marienkäfertage schon ein Buch von Uticha Marmon gelesen gehabt. Das Kinderbuch Als Opapi das Denken vergaß hatte mir wirklich gut gefallen und deshalb waren meine Erwartungen an dieses Buch doch schon etwas höher.
Außerdem finde ich den Klappentext wirklich ansprechend und das Cover ist auch einfach nur wundervoll und lädt zum Träumen ein.
Jedoch bin ich leider in das Buch gar nicht reingekommen, da ich den Schreibstil als sehr komisch und ungewohnt empfinde.
Es ist ein allwissender Erzähler, aber wenn die Handlungen von Elin beschrieben werden, steht da immer nur "sie". Dies ist wirklich verwirrend, vorallem wenn im Satz davor von einem anderen Mädchen oder einer anderen Frau gesprochen wird.
Da ich Bücher aber nur ungern abbreche, es nicht wirklich dick ist und mich die Geschichte wirklich total interessiert hat, habe ich mich überwunden und mich durch die ersten 50 Seiten gekämpft.
Danach war ich allerdings so sehr in der Geschichte drin, dass aus dem Kämpfen ein Nicht-mehr-weglegen wurde.
Die Geschichte ist wunderschön, regt zum Träumen und Nachdenken an, sogar so sehr, dass ich total die Zeit auf einer längeren Autofahrt vergessen habe und mich wunderten als wir nach einer Weile anhielten und die zweistündige Autofahrt vorbei war und das Buch leider auch.
Als der geheimnisvolle Rasmus auftauchte, konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, was ihn mit Elin oder soll ich doch lieber Lykke sagen, verbindet.
Außerdem habe ich Knut, Silje und die anderen Charaktere sofort ins Herz geschlossen, da sie so liebevoll und herzensgut sind.
Was mich auch zum Weiterlesen animiert hat sind die Abschnitte zwischen der Geschichte, welche eine Art Brief oder Tagebuch darstellen und man lange nicht weiß, von wem diese geschrieben sind. Diese Abschnitte haben auch wieder gutgemacht, dass das Buch keine Kapitel hat, was mich normalerweise in Büchern total stört.
Auch die Aufmachung ist total toll, da im Buchinneren und auf den Seiten ganz viele Marienkäfer rumkrabbeln, welche zur Geschichte und zum Titel einfach total gut passen.

Fazit

Der Schreibstil ist wirklich gewöhnungsbedürftig, aber sobald man sich einmal reingefunden hat, ist es eine wirklich tolle und besondere Geschichte.

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