Monica McInerney - Das Haus am Hyde-Park


Erster Satz

Bei meiner ersten Begegnung mit Onkel Lucas hatte ich versucht, ihn zu bestehlen.

Inhalt

Ein schrecklicher Unfall zerstört das Leben der jungen Australierin Ella O’Hanlon. Bei Nacht und Nebel verlässt sie daraufhin ihre große Liebe Aidan, den sie für die Tragödie verantwortlich macht. Ihr liebenswerter, weiser Onkel Lucas Fox überredet sie schließlich, zu ihm nach London zu kommen. Der Professor lebt in einer alten Villa am Hyde Park, die voller Bücher und wundervoller Erinnerungen steckt. Was Ella nicht weiß, gemeinsam mit dem Rest der kunterbunten Fox-Familie schmiedet Lucas einen Plan, um seiner Nichte die Freude am Leben zurück- und sie wieder mit der Liebe ihres Lebens zusammenzubringen.

Meine Meinung

Ich habe vor einer Weile mein Herz für Familiengeschichten entdeckt und es war mal wieder an der Zeit eine zu lesen.
Ich finde das Cover von Das Haus am Hyde-Park wunderschön und es ist mittlerweile eins meiner Lieblinge im Regal geworden. Dieses grün ist echt hübsch und die Tassen sind wundervoll kitschig und genau sowas mag ich.
Wenn ich den Inhalt mit einem Wort wiedergeben müsste, wäre es das Wort "plätschernd". Ich vermute, dass ich vor einem Jahr das Buch schnell beiseite gelegt hätte, da für mich in Büchern immer etwas passieren musste, aber mittlerweile finde ich es auch mal schön, wenn nicht so viel passiert und ich in etwa weiß, was mich erwartet.
Die Geschichte hat ingesamt drei Erzählperspektiven. Einmal aus der Sicht von Ella (aufgeteilt in Gegenwart und Vergangenheit), dann das Tagebuch von ihrer Halbschwester Jess und als drittes die Emails, die ihr Stiefbruder Charlie an die Familie schreibt.
Anfangs fand ich es total blöd und verwirrend mit diesen drei unterschiedlichen Perspektiven, doch nach und nach habe ich es schätzen gelernt und fand es zum Beispiel total interessant in Jess' Tagebuch zu lesen.
Ich habe allerdings allgemein eine Weile gebraucht, um in das Buch hinein zu kommen, da ich einerseits sowas nicht aller Tage lese und andererseits es bei mir eine Weile gedauert hat, um zu verstehen, worum es in dem Buch wirklich geht.
Und als ich es verstanden habe, habe ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen können, obwohl an sich gar nicht so viel passiert, aber ich musste einfach wissen, ob alle ihr "Ziel" erreichen und ich mein geliebtes Friede-Freude-Eierkuchen-Buch-Happy-End bekomme.
Die Geschichte ist wie schon gesagt für mich persönlich etwas anderes, aber ich habe mir während des Lesens gleich noch zwei andere Bücher der Autorin bestellt, was ja zeigt, dass mir dieser Stil von Buch sehr gut gefällt.
Trotz des Plätschern und des Nichtvielpassierens fand ich die Geschichte trotzdem irgendwie auf ihre Weise spannend und ich musste einfach wissen, wie es ausgeht und das Ende hat mich keinesfalls enttäuscht, obwohl ich eine Kleinigkeit schon noch gerne wüsste.
Die Geschichte hat zwar größtenteils eine traurige Stimmung, doch trotzdem musste ich ganz oft schmunzeln zum Beispiel wegen Ellas Mutter und ihrer Fernsehshow. Ich denke, es ist ein Drahtseilakt bei einer traurigen Thematik doch etwas Humor mit hineinzubringen, aber der Autorin ist es definitiv gelungen.
Worum es in dem Buch genau geht, möchte ich übrigens nicht sagen, da ich finde, dass man sich in das Buch hineinfallen und überraschen lassen sollte, denn dann erweckt meiner Meinung nach das Buch die meisten Emotionen.
Noch ein witziger Fakt zum Schluss: Es gibt in dem Buch eine Szene, da kommt die Hauptcharakterin Ella vor und eine Mandy. Das fand ich total den coolen Zufall, da ich einerseits nicht so viele Buchcharaktere kenne, die Mandy heißen und andererseits heißt ja meine Blogpartnerin hier Ella.

Fazit

Ich hätte nie gedacht, dass mir das Buch so gut gefällt und ich kann es kaum noch erwarten die anderen Bücher der Autorin zu lesen.

Über die Autorin

Monica McInerney ist mit ihren sechs Geschwistern in Clare Valley in Australien aufgewachsen. Ihre Romane stehen sowohl dort als auch in ihrer neuen Heimat Irland immer wieder auf den Bestsellerlisten. Für »Die Töchter der Familie Faraday« wurde ihr in Australien die Auszeichnung »General Fiction Book of the Year« verliehen, und auch für »Die Frauen von Clare Valley« und »Das Haus am Hyde Park« war sie wieder nominiert. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann in Dublin.
(Quelle: Verlagsseite Randomhouse)

Weitere Bücher der Autorin




Kommentare:

  1. Ich liebe die Autorin und die Rezension ist total gelungen!
    Lg Sonja

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    1. ich bin gespannt, ob mir die anderen Bücher auch so gut gefallen :)
      und danke dir :)
      Liebe Grüße
      Mandy :)

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