Sophie Kinsella - Schau mir in die Augen, Audrey


Erster Satz

Oh Gott. Mum ist verrückt geworden.

Inhalt

Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Meine Meinung

Ich wollte schon sehr lange mal etwas von Sophie Kinsella lesen, da ich auf YouTube und auf Blogs nur positives über die Autorin gehört habe.
Daher war es für mich klar, dass ich Schau mir in die Augen, Audrey lesen werde und so kam es dann auch.
Und ich muss sagen, es war eine sehr gute Entscheidung, denn es hat noch nie ein Buch geschafft, dass ich bis 2 Uhr nachts lese, weil ich es nicht aus der Hand legen kann und wissen muss, wie es endet. 
Audrey ist ein sehr besonderer Charakter, da sie eine Sozialphobie hat und immer ihre Sonnenbrille trägt. Aber auch die anderen Charaktere in dem Buch sind sehr außergewöhnlich. So liest ihre Mutter immer die Zeitung Daily Mail und nimmt sich deren Ratschläge sehr zu Herzen, Audreys Bruder Frank ist anscheinend computer- und spielesüchtig, ihr Vater will mit all dem nichts zu tun haben und ihr kleiner Bruder ist einfach nur süß.
Wie lustig das Buch, trotz des ernsteren Themas der Sozialphobie ist, zeigt schon bereits die erste Szene. Audreys Mutter ist kurz davor Franks Computer aus dem Fenster zu werfen, Frank ist total außer sich und ihr Vater macht sich vorallem Sorgen um sein Auto.
Welchen Charakter ich nun noch gar nicht erwähnt habe ist Linus, haaaach. Linus ist der beste Freund von Frank und einfach nur toll. 
Erzähltechnisch gibt es zwei Methoden. Einmal wird die Geschichte ganz "normal" aus Audreys Sicht erzählt und zum anderen gibt es eine Art "Skript", denn Audrey bekommt von ihrer Therapeutin die Aufgabe einen Film über Audreys Leben und Familie zu drehen und dieses Videomaterial wird quasie skriptartig erzählt.
Wie bereits schon erwähnt, hat mich die Geschichte total gefesselt und ich musste mir öfters das Lachen verkneifen, da Sophie Kinsellas Schreibstil einfach total witzig ist und ich mir total gut vorstellen kann, wie ihre Chicklit-Romane so sind, denn das ist ihr bisheriges Genre gewesen indem sie geschrieben hat.
Einen größeren Minuspunkt habe ich trotzallem: Die Geschichte ging mir zu schnell. Kinsella zeigt zwar, dass besondere Menschen einem aus einem tiefen Loch herausholen kann, aber wenn man da schon so lange drinsteckt wie Audrey, kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles so realistisch ist, wie in dem Buch geschildert.
Noch kurz zu dem Cover: Ich finde es wunderhübsch in den Pastelltönen. Man sieht Audrey mit ihrem Markenzeichen, der Sonnenbrille und ein Haus in dem wahrscheinlich Audrey mit ihrer verrückten Familie lebt. Dieses Bild vom Haus ist im Buch aufgegriffen und zeigt immer einen neuen Kapitelanfang an.

Fazit

Das war definitiv nicht mein letztes Buch von Sophie Kinsella und ich hoffe, dass sie auch noch weitere Jugendbücher schreibt, da sie es wirklich gut geschafft hat das gesunde Mittelmaß zwischen ernstem Thema und Humor zu finden.

Über die Autorin

Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?«, »Kein Kuss unter dieser Nummer« oder mit ihren unter dem Namen Madeleine Wickham verfassten Romanen im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.
(Quelle: Verlagsseite Random House)

Kommentare:

  1. Hallo!:)
    Einen wirklich schönen Blog hast du hier! :D
    Ich bin gleich mal als Leserin geblieben und freue mich schon auf mehr!
    Das Buch hört sich wirklich interessant an, sollte ich mir mal näher anschauen :)
    Liebe Grüße!
    Anna:)
    http://bookbrownie.blogspot.de/

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  2. Hallo Mandy!
    Als begeisterte Sophie Kinsella-Leserin bin ich wirklich sehr gespannt auf ihr erstes Jugendbuch! Deine Rezension hat definitiv Lust auf das Buch gemacht. Kinsellas Romane stehen alle in meinem Regal und ich finde sie so witzig, dass ich wirklich jedes empfehlen kann, außer die Bücher, welche sie unter ihrem Pseudonym geschrieben hat. Die haben mir nicht so gutgefallen.
    Viele Grüße
    Svenja (www.pantaubooks.wordpress.com)

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