Albert Espinosa - Club der roten Bänder*

Erster Satz

Ich wollte immer schon von der gelben Welt erzählen, von meinem kleinen Reich, der Welt, in der ich lebe.

Inhalt

Albert Espinosa ist dreizehn Jahre alt, als er an Knochenkrebs erkrankt. Doch statt zu resignieren, nimmt er den Kampf gegen die Krankheit auf. Mit fünf anderen "Todgeweihten" gründet er den Club der roten Bänder. Gemeinsam finden sie heraus, wie Glücklichsein wirklich geht. Albert ist davon überzeugt, dass eine Glücksakte viel wichtiger ist als eine Krankenakte mit Fieberkurve. Als sein Bein amputiert werden muss, veranstaltet er eine Abschiedsparty für das Bein. Seine Glücksregeln stecken voller Humor und Optimismus und zeigen: Glück, das nicht auf der Hand liegt, sondern sich erst auf den zweiten Blick zeigt, ist dafür umso intensiver.

Meine Meinung

Als ich damals in der VOX-Vorschau die Serie Club der roten Bänder gesehen habe, wusste ich sofort, dass das eine Serie nach meinem Geschmack ist. Ich schaue ja sehr gerne In aller Freundschaft, sowie deren Spin-Off Die jungen Ärzte.
Als ich dann auch noch die ersten Folgen gesehen habe, war ich infiziert und die Sucht schlug zu und ich konnte nie abwarten, dass wieder Dienstag ist. Daher kann ich auch kaum erwarten, dass im Herbst die zweite Staffel losgeht.
Aber hier soll es ja nicht um die Serie, sondern das Buch gehen, welches ich natürlich auch sofort lesen wollte. Zum Glück hat man mir vorneweg mitgeteilt, dass es nicht wirklich die Geschichte der Serie umfasst, sondern es viel mehr ein Ratgeber ist.
Daher habe ich auch mit dieser Einstellung das Buch angefangen und habe das Buch förmlich verschlungen. Der Rahmen des Buches ist ein Gedicht und zu jeder Strophe hat Albert Espinosa einen Abschnitt geschrieben. Unter anderem erzählt er über seine Erkenntnisse, die einen glücklich machen.
"Glücklich machen" ist auch das Stichwort, denn darum geht es in diesem Buch. Albert Espinosa hat, genau wie Jonas und Leo (sie spiegeln ihn wieder), aufgrund einer langjährigen Krebserkrankung unter anderem ein Bein verloren.
Allerdings war Albert Espinosa nie traurig, sondern hat in allem das positive gesehen. So hat er eine Abschiedsparty für sein Bein gefeiert. Dies ist eine der wenigen Parallelen, die es zu der Serie gibt.
Wenige Episoden aus der Serie, kamen auch im Buch vor oder sollte ich eher andersrum sagen, da das Buch eher da war?
Ich habe das Buch förmlich verschlungen, da ich wissen wollte, was es mit der gelben Welt auf sich hat, aber auch die Geheimnisse von Albert Espinosas Motivation, dass er trotz der schwierigen Zeit nie verlernt hat glücklich zu sein.
Der Schreibstil trägt mit dazu bei, dass sich das Buch super schnell verschlingen lässt, da er jedes "Glücksgeheimnis" mit einem Zitat beginnt und dann die Geschichte rund um das Zitat und das Geheimnis aufbaut. Dies hat mir super gut gefallen.
Wenn man Buch und Serie einzeln sieht, was man ja immer sollte, sind beide auf ihre Weise einfach wunderbar.
Aber wie schon erwähnt, gibt es nur wenige Parallelen zwischen Buch und Serie. So ist der Club an sich eigentlich gar nicht im Buch vorgekommen, der ja in der Serie eigentlich den Hauptbestandteil bildet. Daher konnte ich dem Buch auch nur vier Schmetterlinge geben, da ich diesen Bestandteil echt vermisst habe. Vorallem weil das Buch ja auch damit wirbt. Gut, dazu muss man sagen, dass das Buch in der anderen deutschen Ausgabe Glücksgeheimnisse aus der gelben Welt heißt, was definitiv viel treffender für dieses Buch ist. Aber natürlich verstehe ich auch die Beweggründe zu dem neuen Titel, damit man erkennt, dass das irgendwie zur Serie gehört.

Fazit

Ich glaube, ich hab schon viel geschrieben, daher fasse ich mich im Fazit kurz: Schaut die Serie und lest das Buch.

Über den Autor

Albert Espinosa, geboren 1973, ist Autor, Schauspieler, Film- und Theaterregisseur und lebt in Barcelona. Sein Erstling wurde weltweit in über 20 Sprachen übersetzt und in mehreren Ländern höchst erfolgreich als TV-Serie verfilmt. Seither hat Albert Espinosa diverse weitere Romane und Sachbücher veröffentlicht.
(Quelle: Verlagsseite Random House)

*Vielen Dank an den Verlag zur Bereitsellung eines Rezensionsexemplar.

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